Contax FM
Kurz nach dem 2. Weltkrieg wurde bei Zeiss Ikon in Dresden eine nahezu vollständige Neukonstruktion eines Kameramodells mit horizontal ablaufendem Verschluss und neuen Objektivanschluss begonnen. Die Vorstellung der so genannten »Spiegel-Contax« erfolgte auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1949, es handelte sich bei Erscheinen um die erste einäugige Kleinbild-Spiegelreflexkamera der Welt mit fest eingebautem Prismensucher. Objektivanschluss war das M42x1-Gewinde, der horizontal ablaufende Tuch-Schlitz-Verschluss umfasste einen Zeitenbereich von 1/1000 s bis 1s und B.
Die FM war 1958 das letzte Modell der Contax-Reihe. Erstmals mit dem Modell „F“ wurde 1956 eine Bildfeldlinse unterhalb des Prismas eingebaut und eine Blendeninnenauslösung für Objektive mit automatischer Springblende realisiert, die Contax FM besaß eine Bildfeldlinse mit Messkeilen. Der Sucher zeigt das Bild erst nach dem Spannen.
Die Contax ist voll mechanisch aufgebaut – dabei recht zierlich und fühlt sich regelrecht leicht an – eine wunderschöne Kamera.
1.keine integrierte belichtungsmessung
2.belichtungszeit mechanisch, 1s bis 1/1000s, kein rückkehrspiegel
3.gummituchverschluss, mechanisch mit hemmwerk
4.mechanischer selbstauslöser ~10s
5.blitzbuchse auf der gehäuseoberseite
6.keine batterie
7.sucher mit einfacher mattscheibe
8.drehaufzug rechts, kunststoffspule, zählwerk manuell
Contax FM mit Carl Zeiss Jena Tessar 3.5/50
Blütezeit
immer dabei: Gossen Lunasix 3 Belichtungsmesser