Carl Zeiss Jena Flexon 2.0/50
Carl Zeiss Jena Flexon 2.0/50
Montag, 10. August 2009
Eine wunderbar verarbeitete, sehr kompakte Optik mit der besten Fokus-Mechanik, die ich von alten Objektiven kenne. Blendenring und Blende arbeiten sauber und ohne zu großen Widerstand, alles rastet wunderbar leise ein.
Die Naheinstellgrenze liegt bei etwa 50 cm. Dank der von mir selbst entwickelten und gebauten Adapter-Lösung funktioniert das Flexon, das für das Praktina-Bajonett gebaut worden war, auch an der EOS 5D.
Die Bildergebnisse sind rundum als überdurchschnittlich zu bezeichnen. Selbst bei Offenblende zeichnet diese Linse sehr scharf, ohne zum Rand hin zu weich zu werden oder die Schärfe durch starke Halos und Koma zu verdecken. Der Kontrast, die Farben und die Schärfe sind bei Offenblende gut, abgeblendet bei 5.6 als sehr gut, die Schärfe sogar als überragend zu bezeichnen.
Im Bokeh, das sehr weich dargestellt wird, sind keine oder kaum Farbsäume in den Lichtern zu sehen. Auch sonst ist diese Linse frei von chromatischen Aberrationen und erstaunlich unempfindlich gegen Streulicht.
Gerade unter Available-Light-Bedingungen kann das Carl Zeiss Jena Flexon, das mit dem ersten Pancolar baugleich ist, voll bestehen, da auch bei Offenblende gut gearbeitet werden kann. Beispiele habe ich auf meiner MobileMe-Galerie veröffentlicht.
In der Summe der Eigenschaften bin ich mehr als zufrieden, diese Linse kann ich als „Arbeitstier“ rundum empfehlen.