Manuell zu bedienende Objektive mit Festbrennweite geben dem Fotografen die höchst mögliche Freiheit bei der Gestaltung eines Motivs, aber auch die größte Verantwortung zum Gelingen einer Fotografie in die Hand (nicht umsonst erlauben gerade hochwertige Autofokus-Objektive einen sofortigen manuellen Eingriff in die Fokussierung: in vielen Fällen sitzt der Autofokus einfach nicht richtig).
Wegen des heutzutage grundsätzlich angebotenen Autofokus (Ausnahmen z.B. Leica, Zeiss) wissen viele Fotografen mit einem manuellen Fokus nicht richtig umzugehen und lehnen diesen daher regelrecht ab. Kein Wunder, sind doch meistens die verwendeten Kamera-Sucher klein und dunkel. Mit so einer Ausstattung und obendrein lichtschwachen Zoom-Linsen kann ein Fotograf den richtigen Schärfepunkt bei manueller Fokussierung einfach nicht erkennen – also macht es keinen Spaß.
Bei einer hochwertigen, lichtstarken Optik ist der Schärfe-Bereich bei Offenblende so gering und das Sucherbild so hell, dass das manuelle Fokussieren nicht schwer zu handhaben ist. Aber es will geübt sein, obendrein muss ja auch die Blende manuell betätigt werden. Es gibt für den Fotografen also viel zu tun – und damit viele potentielle Fehlerquellen.
Wer aber mit einer alten Kamera das Fotografieren gelernt hat, weiß mit Blende, Zeit, ISO-Empfindlichkeit und Fokus fast schlafwandlerisch umzugehen und ist auf irgendwelche Automatiken schlicht nicht angewiesen.
Ein manuelles Objektiv lässt die Freude am Fotografieren neu entdecken.
In meinem fotoblog bringe ich kontinuierlich neue Beispielbilder.
Manuelle Objektive