Schön verarbeitete, sehr kompakte Optik mit etwas schwergängigem Fokus, Blendenring und Blende arbeiten sauber und ohne zu großen Wiederstand, das rastet wunderbar leise ein.
Die Naheinstellgrenze liegt bei etwa 35 cm, bei ganz nach hinten bewegter Rücklinse in Unendlichkeitsstellung schlägt nach eine Modifikation mit einer Metallfeile der Spiegel der EOS 5D nicht mehr an der Rückkonstruktion der Linse an.
Die Bildergebnisse sind rundum als überdurchschnittlich zu bezeichnen. Selbst bei Offenblende zeichnet diese Linse sehr scharf, ohne zum Rand hin zu weich zu werden oder die Schärfe durch starke Halos und Koma zu verdecken. Der Kontrast, die Farben und die Schärfe sind bei Offenblende gut, abgeblendet bei 5.6 als sehr gut, die Schärfe sogar als überragend zu bezeichnen.
Im Bokeh, das sehr weich dargestellt wird, sind leichte CAs in den Lichtern zu sehen. Ansonsten ist diese Linse quasi frei von chromatischen Aberrationen und erstaunlich unempfindlich gegen Streulicht.
Gerade unter Available-Light-Bedingungen kann das Carl Zeiss Jena Pancolar voll bestehen, da auch bei Offenblende gut gearbeitet werden kann. Beispiele habe ich auf meiner MobileMe-Galerie veröffentlicht.
In der Summe der Eigenschaften – auch wegen der wunderbaren räumlichen Abbildung – bin ich mehr als zufrieden, diese Linse kann rundum empfohlen werden.
Das ältere Pancolar 2/50 war allerdings in einem schlechten Zustand und optisch mangelhaft.
Kadlubek-Preis: 50 € – Pancolar 2/50: 60 €
Carl Zeiss Jena Pancolar 1.8/50 M42